Nie wieder ist Jetzt! – EFG-Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz 2026
29.05.2026Am 18.03. machten sich 20 Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 10 und der Q1 gemeinsam mit Frau Fussik, Herrn Lipok und Herrn Breutel auf den Weg zu einer besonderen Studienfahrt.
An historischen Orten in Krakau und Oświęcim (Auschwitz)
setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Verbrechen des deutschen Nationalsozialismus auseinander – und zugleich mit der Frage, welche Bedeutung diese Geschichte für unser Denken und Handeln heute hat. Nach der Anreise mit dem Zug erkundeten wir an den ersten beiden Tagen die Altstadt sowie das jüdische Viertel Krakaus. Während der Führung durch das ehemalige jüdische Viertel beschäftigte uns besonders die Frage: „Wie würde heute sichtbares jüdisches Leben in deutschen Großstädten aussehen?“
Am dritten Tag führte uns die Fahrt über ruhige polnische Landstraßen nach Oświęcim
– jener Stadt, die unter ihrem deutschen Namen Auschwitz zum Symbol für eines der größten Menschheitsverbrechen geworden ist. Als wir unter dem Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ standen, wurde die Geschichte dieses Ortes auf bedrückende Weise greifbar. Zwischen den Baracken des Stammlagers Auschwitz I begegnen sich bis heute Hoffnungslosigkeit und Erinnerung, Tod und Menschlichkeit.
Beim Besuch von Auschwitz-Birkenau am vierten Tag
konnten viele von uns die gewaltigen Dimensionen des Lagers kaum begreifen. Trotz des sonnigen Wetters lief vielen immer wieder ein Schauer über den Rücken. Die Konfrontation mit den Verbrechen des Nationalsozialismus führte zu vielen intensiven Gesprächen innerhalb der Gruppe. Dabei wurde deutlich, dass die entscheidende Frage nicht lautet: „Wie konnte das passieren?“, sondern vielmehr: „Wie kann verhindert werden, dass so etwas jemals wieder geschieht?“
Stimmen der Teilnehmenden zu ihren Eindrücken von der Studienreise:
Alina Riedel: „Momente die im Kopf bleiben: - durch das bekannte „Arbeit macht frei“-Tor laufen - Überbleibsel, wie Haare, Brillen und Schuhe zu sehen - Betreten der Baracken - durch die Stationen, wie Haare schneiden, duschen und ankleiden durchzulaufen - Originale Bilder zu sehen“
Anna Hennenberg: „Die Besichtigungen in den Konzentrationslagern waren für mich sehr bewegend und emotional, denn ich finde man begreift vieles von dem, was ist der Zeit vom Holocaust passiert ist, erst wenn man an solch großen Tatorten steht.“
Lina Platte: „Ich wusste vorher aber jetzt viel mehr, dass das Vergangene nicht rückgängig gemacht werden kann und das es genauso wenig erneut passieren darf. Mein Fazit ist, dass jeder in ein Konzentrationslager gehe sollte, um es zu besichtigen, damit jeder die Hinterlassenschaften, Andenken und Mahnmale der Zeit begreifen kann, um das Wissen weiterzutragen.“
Text & Fotos: B. Breutel und Teilnehmenden der Studienfahrt